Dienstag, 29. September 2015

Family Command Center oder was?

Beim Stöbern auf Pinterest bin ich auf viele, viele überaus gut organisierte amerikanische Haushalte gestossen, die alle ein Family Command Center haben.

So was ähnliches haben wir auch, bei uns heißt das schnöde "Telefonschrank" und ähnelte meist einer Müllkippe.


Weil mich das nervt und mein Mann immer nicht weiß, wo noch Rechnungen zum Überweisen sind oder die Telefonnummern der Kindergartenfreunde zu finden sind, habe ich versucht, das Family Command Center den Telefonschrank übersichtlicher zu organisieren.

An der Wand hängt eine Magnettafel, vom Mann selbst gebaut aus einer Sperrholzplatte mit Magnetfarbe und türkisem Acryllack. Dort hängen die Briefmarken, die Visitenkarten vom Holzlieferanten und die Nummer der Pizzeria. Ausserdem hängt hier noch ein Block für schnelle Telefonnotizen oder Einkaufslisten.


Auf dem Telefonschrank steht ein Blumenübertopf, vom Großen im Kindergarten selbst bemalt und von mir mit Stiften bestückt, damit man die schnellen Telefonnotizen oder Einkaufslisten auch schreiben kann.


Für die Post habe ich zwei Mandarinenkisten ebenfalls türkis lackiert und mit Schildern aus Tafelfolie beplottet. Eine Kiste ist für "TO DO"-Sachen, also zu überweisende Rechnungen, auszufüllende Formulare etc. und die andere mit der Aufschrift "FILE" ist für fertige Sachen, die abgeheftet werden können.



In den Kästen an der Wand sammeln sich Sonnenbrillen, Sonnencreme usw. für den schnellen Zugriff beim Verlassen des Hauses. 

Für die Telefonlisten und wichtige Infos, die Kinder-U-Hefte, Impfpässe etc. habe ich einen Ordner angelegt und die Dinge dort abgeheftet. Der Ordner steht nun auf dem Schrank und alles, was man sonst irgendwo suchen muss in Papierstapeln, die man ja aber noch braucht, sind dort drin. Dem Ordner habe ich einen Bezug genäht, so sieht er gleich viel hübscher aus.


Der Kalender wohnt auch da. Ich habe jedes Jahr einen Buchkalender, der mit allen Familienterminen bestückt wird und gleichzeitig als Erinnerungsbuch dient. Machen wir einen Ausflug, wandern die Eintrittskarten in den Kalender. Kriegen wir eine Postkarte, kommt die in den Kalender. Die Hülle für den Kalender ist am Anfang immer etwas sehr groß. Wie man am Direktvergleich der beiden Kalender sieht, gibt sich das im Laufe des Jahres und am Ende passt es perfekt. Sonst ginge der Kalender nämlich irgendwann nicht mehr zu.





An der Wand hängt lehnt momentan ein selbstgemaltes Bild, Chevronmuster und Ampersand in Petrol und Pink. Ich weiß noch nicht, ob es da bleiben darf, oder ob ich mir doch noch etwas einfallen lasse um Router und Zeugs noch verschwinden zu lassen. Muss ich mal den Mann fragen, ob was davor den Empfang hindert... Sonst sollte man es demnächst mal richtig aufhängen.


So sieht es alles zusammen jetzt aus:


Hat doch sehr gewonnen, oder? Und: bis auf den Kalender fürs nächste Jahr, der dazugekommen ist, nachdem die Schule angefangen hat und ich plötzlich jede Menge Termine fürs nächtste Jahr bekommen habe, hält das Ganze jetzt schon geraume Zeit, ohne in den Urzustand (s.o.) zurückzufallen!

Mit der geballten Familienkreativität geht es heute mal wieder zum Creadienstag.

Liebe Grüße,
Anke

Sonntag, 20. September 2015

Schulanfang - Das Outfit

Passend zum Sternenstoff der Schultüte habe ich beiden Jungs noch ein Hemd genäht. Den Schnitt habe ich von Ottobre, genäht in der einfachen Variante mit einteiligem Kragen. Es gibt noch eine Variante mit klassischem Hemdkragen und auch mit langen Ärmeln, aber für den Anfang fand ich die lässige Sommerversion ganz passend.

Der Kleine wollte "auch so ein Hemd wie Papa, aber mit Piraten" und hat sich das Piratenwebband gekrallt. Mit dem habe ich die Oberkante der Taschen aufgepeppt.





Der Große ist dafür "schon zu groß" und wollte das Hemd ganz schlicht. Für den anderen kleinen Unterschied hat der Kleine hellblaue und der Große dunkelblaue Knöpfe.




Die Knopflöcher haben mich echt geärgert. Da hat die Pfaff schon extra einen Knopflochfuß, in den man den Knopf für die richtige Größe einspannt und macht alles vollautomatisch und dann bleibt dauernd irgendwo was hängen und das Knopfloch passt trotzdem nicht. Erst beim zweiten Hemd hatte ich den Dreh raus und es ging ohne Auftrennen. Zwischendurch habe ich mir ein paarmal meine uralte Pfaff zurückgewünscht, mit der Knopflochhalbautomatik, da ist mir das nie passiert... Aber die habe ich ja meiner Nichte geschenkt. Und Übung macht bekanntlich den Meister - vielleicht sollte ich doch wieder öfter was mit Knopflöchern nähen. 

Leider habe ich es nicht hinbekommen, ordentliche Tragefotos zu machen, anfangs war es noch zu kühl, so dass die Kinder die Jacken drüber hatten, und in der Schule war so ein Gewusel, dass an richtige Fotos nicht zu denken war.

Beide Jungs fanden sich jedenfalls richtig erwachsen und total cool.

Liebe Grüße,
Anke

Donnerstag, 17. September 2015

Schulanfang - Die Schultütenfüllung

Am Dienstag ging es los, der Große kam in die Schule. Da habe ich die Schultüte schon gezeigt.

In die Schultüte muss natürlich auch was rein.

Für oben habe ich dem stolzen Schulkind ein T-Shirt genäht, das stützt schön unter der Schleife. Dafür habe ich auf dem Juni-Stoffmarkt in München ein Legomännchen-Bügelbild gekauft und das Shirt damit verziert. Der Shirt-Schnitt ist altbewährt, wieder Moritz von Frau Liebstes.




Für den Sport oder auch so gibt es noch eine kurze Hose. Der Schnitt ist aus der Ottobre und eigentlich für Webware, aber durch den Gummizug ist das ja egal. Für die Taschen habe ich ein wenig gebastelt und den Innentaschenbeutel aussenherum als Verzierung an die Eingriffskante genäht.



Dazu gab es eine Legomännchen-Trinkflasche, eine Playmobilfigur, ein paar Stempel, einen Hubschrauber zum Selbstzusammenschrauben und Buchstabengummibärchen und Zahlenkekse und einen Regenschirm.


Der Inhalt war genau richtig, der Große war begeistert. Nur mein Mann war der Meinung, bei den Kleidungsstücken hätte es sich um einen Schlafanzug gehandelt. Pfft. Banause.

Liebe Grüße,
Anke

Dienstag, 15. September 2015

Schulanfang - Die Schultüte

Es ist wirklich kaum zu glauben, mein Großer ist ein Schulkind! Bei uns in Bayern geht die Schule ja immer erst Mitte September los, aber in diesem Jahr hatten wir trotzdem Super-Sommer-Ferienwetter.

Zur Einschulung hat er sich eine Feuerwehrschultüte gewünscht, und die hat er auch bekommen. Das Feuerwehrauto haben wir zusammen gezeichnet und ich habe dann versucht, daraus eine Plotterdatei zu erstellen. Zusammen mit Maren von PoMa-Design hat es dann auch geklappt. Vielen Dank nochmal, Maren, für deine tolle Hilfe!

Den Probeplott aus Fotokarton hat mein Kleiner im Rahmen als Kinderzimmerdeko bekommen. 



Genäht habe ich die Schultüte nach dem Tutorial von Lillesol und Pelle, das in einigen Punkten sehr hilfreich war, vor allem beim Erstellen des Schnittmusters.

Den Namen habe ich auch geplottet und mit auf die Schultüte gebügelt und mein Großer war vollauf zufrieden. Auf dem Foto habe ich den kompletten Namen aber wegradiert...




Das Probefeuerwehrauto hatte noch eine Drehleiter, aber die sollte dann auf Wunsch des Großen nicht drauf - "ich will ein Rüstfahrzeug mit Klappe, kein Drehleiterfahrzeug".


Die fertige Schultüte sah so aus:


Und wurde stolz zur Schule getragen und tapfer erst beim Mittagessen aufgepackt. 

Der erste Schultag war toll, die Lehrerin ist nett und auch sonst war es ein voller Erfolg. Was drin war in der Schultüte, das zeig ich euch demnächst.

Liebe Grüße,
Anke





Dienstag, 1. September 2015

Fleißig mit Farbe

In der hitzebedingten Nähmaschinenpausezeit waren wir anderweitig fleißig und kreativ. Das meiste davon hatte mit Farbe zu tun.

Das Zimmer vom Kleinen war mir schon länger ein Dorn im Auge, die Wandfarbe war so schmutziggelb geworden und es stand noch die Wickelkommode und als Kleiderschrank drei aufeinandergestapelte Ivar-Kommodenteile drin. Schön war das nicht, und so habe ich auch kein Vorherfoto gemacht.

Nach einigem Aufräumen, einem Besuch beim Möbelschweden und beim Baumarkt und einem Tag fleißig Malern und Aufbauen hatte der Kleine ein neues Zimmer.

Mit einem Regal hinterm Bett, so dass unten eine kuschlige Lesehöhle entstanden ist.


Mit dem neuen Kleiderschrank kommt der Kleine jetzt auch selber an seine Klamotten und kann sich selbst anziehen. Den Osterhasen am Fenster durfte ich leider nicht abmachen, der gefällt ihm so gut.


Das Bild mit dem A habe ich für das neue Zimmer gemalt, der Große wollte auch eins und hat auch eins bekommen.




Nach dem Kinderzimmer waren die Fenster dran, das war (und ist) ein größerer Aufwand. In unserem Keller finden sich verschiedenste Farben und keine passte zu den Fenstern. Also heißt es abschleifen und neu streichen.


Ich hab ja Glück, ich muss nicht schleifen, ich darf streichen ;-) Die Eckfenster sind schon frisch gestrichen, der Mittelteil ist noch mit alter Farbe... Mittlerweile ist es aber ganz fertig, mein Nähzimmerfenster. Ein paar Fenster haben wir aber noch vor uns, auch am heutigen Creadienstag...

Liebe Grüße,
Anke